Smaczny und Patz beklagen schlechten innerparteilichen Stil

Mit Verwunderung und Entsetzen haben Dirk Smaczny, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Rheinhausen-Mitte, und Elke Patz, scheidende SPD-Ratsfrau aus Bergheim, die Berichterstattung zur Wahl der Bezirksliste in der letzten Woche verfolgt. Die heute hierzu in der WAZ zu lesenden Einlassungen des ehemaligen Ortsvereinsvorsitzenden von Rumeln-Kaldenhausen brachten nun aus ihrer Sicht „das Fass zum Überlaufen“.

Die Enttäuschung von Astrid Hanske über diese Wahlentscheidung kann ich persönlich gut verstehen, aber eine demokratische Wahlentscheidung quasi als Verschwörung darzustellen, ist bestenfalls schlechter Stil. Frau Hanske wusste sehr wohl schon frühzeitig, dass es Gegenkandidaturen für den Listenplatz 1 geben würde und dass diese ohne jeglichen Druck von außen bzw. durch die Ortsvereine oder irgendwelche „Strippenzieher“ erfolgten. Auch hat meines Wissens niemand die Arbeit von Frau Hanske kritisiert oder ihre Eignung hinterfragt. Wenn Wertschätzung durch die eigene Partei gleichbedeutend ist mit Ausübung von Druck auf potenzielle Gegenkandidaturen bzw. die Verhinderung derselben, dann offenbart dies für mich ein fragwürdiges Demokratieverständnis. Dass bei drei Kandidatinnen/Kandidaten die Entscheidung dann eben nicht durch Hinterzimmer-Kungeleien, sondern durch die Wahl von 33 Wahlkreisdelegierten von vier Ortsvereinen erfolgte, sollte allen, die hier Verschwörung, Kungelei oder Postenschieberei wittern, nachdenklich stimmen, denn mehr Demokratie und Transparenz gehen letztlich wirklich nicht.

so Dirk Smaczny.

Elke Patz betont:

Zu der „Abrechnung“ von Marcel Wenzel ist zu sagen, dass hier eben nicht „alte weiße Männer“ eine Frau „abgesägt“ haben, sondern demokratisch in den Ortsvereinen gewählte Delegierte unter Einhaltung der Frauenquote (!) eine Wahlentscheidung für eine andere Frau (!) getroffen haben. Solche kruden Unterstellungen zeugen davon, dass es hier nicht um die Sache, sondern um persönliche Befindlichkeiten bzw. Revanchegelüste geht. Es muss nun wieder darum gehen, diese endlich hintenanzustellen und sich auf die eigentliche Aufgabe zu konzentrieren; nämlich gute Politik für die Bürgerinnen und Bürger des Stadtbezirks zu machen.